© ü,ö. Strategie und Design

#18
Change. Change. Change.

Was sind das für Zeiten, in denen wir leben! Allerorten ist die Rede von Zeitenwende, Sinneswandel, Kehrtwende und neuem Realismus. Was bleibt, sich aber unbedingt ändern müsste, ist unsere Art der Welterschließung, Weltvernutzung und Welterklärung. Große Themenkreise, zugegeben. Aber erlauben Sie mir dennoch einige Thesen für dreimal drei große Veränderungsprojekte.

// Erstens: Wir müssen die Trias WAHRNEHMUNGBILDUNGLERNEN neu bestimmen! Es geht dabei weniger um Reformen unseres Bildungssytems (das auch!), als um ein Hinterfragen unseres Lebensstils!

// Zweitens: Das heißt, wir müssen – wieder einmal – grundsätzlich an uns arbeiten: an unserer AUFFASSUNGSGABE, unserem Umgang mit WISSEN und Wissenswertem sowie unserer EIGENMOTIVATION, warum und wie wir mit anderen Beziehungen pflegen. 

// Drittens: Theoretisch geht es also um eine Neubewertung und -justierung der Bedeutung von Emotion (INSPIRATION), Reflexion (KREATIVITÄT) und Organisation (neue Formen von Arbeit und ARBEITSWEISEN). 

Doch, doch, diese Überlegungen gehören hier her! Denn Unternehmen sind auch nur Menschen, und Kommunikation ohne Sensibilität (Wahrnehmung, Auffassungsgabe, Emotion) ist wenig inspirierend. Und können Sie sich eine erfolgreiche (Unternehmens-)Marke vorstellen, die weder smart noch souverän noch zeitlos attraktiv erscheint? ––––––––– Wir auch nicht!

Doch wie kreiert und führt man solch eine Marke,
wenn nicht auf Basis von Bildung, Wissen und Wissenswertem
aus dem und über das Leben? ––––––––– Gar nicht.


Deshalb gibt es keine kreativen Ideen, Botschaften und Medien ohne Reflexion! Gefragt sind deshalb mehrere Veränderungen in der Art und Weise, wie wir unser Leben und – nicht zuletzt – unser Arbeitsleben gestalten. Kurz gesagt:

CHANGE: Weniger Kopernikus, mehr SHAKESPEARE („Nothing that is so, is so.“)

CHANGE: Weniger Kolumbus, mehr SPINOZA (mehr über das Einende im Denken nachdenken!)

CHANGE: Weniger Freud, mehr Viktor FRANKL („Im Gegensatz zum Tier sagt dem Menschen kein Instinkt, was er muss. Und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll. Und nun scheint er nicht mehr recht zu wissen, was er eigentlich will.“) Sinnstiftung ist das Thema.

Von links nach rechts: Nikolaus Kopernikus (1473-1543), Christoph Kolumbus (1451-1506), Sigmund Freud (1856-1939)

FAZIT. Beginnen Sie Ihre Change-Prozesse 
mit dem Einfachsten (Schwierigsten?): Ihrem Unternehmen.


A. STRATEGIE
1. Kreieren Sie Ihre Zukunft und managen Sie das Bestehende (nicht nur Letzteres)!
2. Kreieren Sie Ihre fehlenden Prozesse, um Innovationspotential zu heben (nicht nur zur Prozessoptimierung)!
3. Überwinden Sie Branchengrenzen!

B. DESIGN
1. Setzen Sie auf die Visualisierung Ihrer Gedanken, um Dinge konkret zu machen.
2. Setzen Sie auf die Emotionalisierung Ihrer Gedanken, um Dinge erleb- und erinnerbar zu machen.
3. Setzen Sie auf Differenzierung und die Sichtbarmachung des Differenzierenden gegenüber dem Üblichen.

C. Nehmen Sie KONTAKT mit uns auf: sparring@ueoe.de


Autor:in

Dr. Volker Düsberg

15 Beiträge

Strategieberater, Journalist, Werbetexter, Autor ––––––––– 35 Jahre Markenkommunikation, 20 Jahre Unternehmenskommunikation, davon 15 Jahre exklusiv für Unternehmensberatungen; Schwerpunkte: Konzeption & Text, Longcopy, Drehbücher, Ghostwriting; Kernkompetenzen: Wettbewerbsstrategien analysieren & entwickeln; Geschäftsmodell-Redesign; Positioning; Corporate Messaging: Slogans, Claims, Naming; Storytelling; Branchenstudien-Design & -Ausformulierung = Entwicklung & Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien
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